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UNKRAUT vergeht nicht

Die  Redaktion „Unkraut" des Bayerische Rundfunks, fragte Mitte Juli 2019 bei der BI-Allianz P53 an, ob diese sich an Filmaufnahmen zur Juraleitung P53 beteiligen wolle.

 

Wir schlugen sofort die aktuelle Katzwang-Trasse sowie das Rednitztal vor, weil sich an beiden Stellen die typischen Problemlagen entlang der Juraleitung darstellen lassen.

 

Dank der BI Katzwang konnten wir spontan vormittags mehrere Anwohner am aktuellen Trassenengpass organisieren sowie vom Bund Naturschutz Herrn Tom Konopka und den BBV-Obmann, Herrn Gerhard Zimmermann, der die Wiesen-Bewässerung dem Filmteam demonstrierte.

 

Als Zeichen der regionalen Verbundenheit der Wohnbevölkerung beteiligten sich der Schwabacher Stadtrat, Martin Sauer sowie Herr Mario Engelhardt, Marktgemeinderat und Sprecher der BI Schwanstetten an den Filmaufnahmen.

 

Der Einsatz für die Wohnbevölkerung bedeutet die Einhaltung der Mindestabstände als absolutes MUSS – ohne Ausnahmen und natürlich auch die kritische Begleitung des Netzausbaus. Aber, ... die Weichen sind hierfür schon vor Jahren gestellt worden und zwar mit großer Zustimmung unserer Vertreter im Bundes- und Landtag. Sicherlich war sich der eine oder andere dabei der Konsequenzen für seinen Wahlkreis nicht im Klaren und würde

heute anders entscheiden. Zudem ist nach 80 Jahren der Lebenszyklus dieser Leitung in absehbarer Zeit zu Ende. Die Leitung wurde in den 1940er-Jahren gebaut. Das bedeutet, dass wenn nicht im Rahmen des Netzausbaus, spätestens mit der Modernisierung der bestehenden Leitung exakt die selbe Diskussion um den Trassenkorridor geführt werden muss, weil bereits heute die medizinisch notwendigen Mindestabstände nicht eingehalten werden. Die Diskussion entfiele, stellte sich heraus, dass die Juraleitung ganz abgeschaltet werden kann, weil ihr Bedarf sich nicht länger begründen lässt. Selbst auf Seiten der Fundamentalkritiker wird ein solches Szenario derzeit nicht diskutiert, wäre aber folgerichtig angesichts des Lebensalters der aktuellen Leitung. 

 

Das Wichtigste für uns war festzustellen, dass wir so kurzfristig auf Zuruf aus den unterschiedlichsten Himmelsrichtungen für eine „gemeinsame Sache“ so viele Unterstützer zusammentrommeln konnten. Die absolute Anzahl ist dabei nebensächlich, auch wenn sie  anderen Kritikern prioritär sehr wichtig erscheinen mag. 

 

Ganz besonders freute uns der spontane Einsatz von Herrn Mario Engelhard (BI Schwanstetten), der sich auch nicht zu schade war unser Banner mit in die Kamera zu halten und auch ein sehr gutes Statement vor der Kamera abgab.

 

Schwanstetten beweist, dass die Wohnbevölkerung sehr wohl in großer Solidarität auch an einem Strang ziehen kann.

 

Wir lassen uns nicht davon anstecken, dass derzeit Kommunen und neu gegründete Bürgerinitiativen gegeneinander in Stellung gehen. Genau darüber freuen sich die Kräfte, die möglichst schnell den Netzausbau bewältigen wollen. Die Gesetzesgrundlage hierfür wurde vor kurzem mit der NABEG-Novelle durch den Bundestag gewunken. Der parlamentarische Protest war, für uns Bürger sehr irritierend, kaum vernehmbar.  

 

Spalterische und ausgrenzenden Tendenzen innerhalb der Bürgerschaft und zwischen den Kommunen werden nur dazu führen, dass wir alle verlieren. 

 

Wir haben nur eine Chance, und zwar wenn wir, die Wohnbevölkerung entlang der Juraleitung, gemeinsam die Interessen der Wohnbevölkerung und der Natur vertreten – wir müssen die Gemeinsamkeiten herausarbeiten und intelligent in großer Solidarität zusammen vertreten. 

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