Energiewirtschaftlichkeit

Fehlende Definition vs. Deutungshoheit

Der Inhalt und Umfang der häufig zitierten „Energiewirtschaftlichkeit“

konnte uns von TenneT bislang nicht definiert werden.

Unbestritten ist jedoch, dass die Schädigung der Gesundheit und Grundstücksentwertungen entlang der Trasse keinerlei Einfluss auf die

Energiewirtschaftlichkeitsrechnung des Netzbetreibers haben wird – leider.

Folgte man dem wissenschaftlich-fundierten Ansatz der Systemwirtschaftlichkeit (Wirkungen auf das Umfeld eines Investitionsobjektes werden dabei kalkulatorisch in Ansatz gebracht) wären sog. „energiewirtschaftlich“ begründete Ausnahmetatbestände

nicht mehr zu rechtfertigen.


„Gute und schlechte Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

unterscheiden sich durch die sachliche Reichweite und den zeitlichen Horizont

der berücksichtigten Wirkungsverläufe.“

 

Systemrationalisierung und Systemwirtschaftlichkeit,  PFEIFFER ET AL.: 1999


Naheliegend drängt sich selbst bei fehlender begrifflicher Definition von "Energiewirtschaftlichkeit" auf, dass der Ausgangspunkt jeder Trassenneuplanung der P53 nicht deren bestehende Trasse, sondern ZUNÄCHST die kürzeste Verbindungslinie zweier Punkte eines Streckenabschnittes sein sollte.

Dadurch potentiell mögliche Einsparungen im Streckenverlauf kompensieren Mehrausgaben, die durch „Umgehungstrassen“ zum nachhaltigen Schutz der Wohnbevölkerung notwendig sind.